Die
Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen verurteilte den Mord an
Roberto Marcos García, dem stellvertretenden Direktor der Wochenzeitung "Testimonio". Marcos García wurde am 21. November im mexikanischen
Bundesstaat Veracruz ermordet. Im Monat November wurden zuvor schon zwei
Journalisten ermordet, seit Jahresbeginn sind insgesamt sieben
Pressevertreter ermordet worden. Mexiko rangiert damit auf der Liste der
für Journalisten im Jahr 2006 gefährlichsten Länder direkt hinter dem
Irak auf Platz zwei.
"Die Amtszeit von Präsident Vicente Fox endet mit der düsteren Bilanz
von 28 ermordeten Journalisten, ohne dass in irgendeinem Moment einer
der geistigen Täter dafür zur Verantwortung gezogen worden wäre",
versicherte die Organisation. Die Situation erfordere eine Mobilisierung
der politisch Verantwortlichen, der Justiz-und Polizeibehörden, sowie
der landesweiten Medien.
Roberto Marcos García war politischer Analytiker, stellvertretender
Direktor der regionalen Wochenzeitung "Testimonio" sowie Korrespondent
der Zeitschrift "Alarma". Er wurde am 21. November ermordet, als er von
einem Interview mit Sicherheitsbehörden in Mandinga im Bundesstaat
Veracruz zurückkehrte. Auf der Straße zwischen den Städten Veracruz und
Alvarado brachte ein Fahrzeug mit Kennzeichen des föderalen
Bundesdistrikts Mexiko-Stadt den Journalisten und sein Motorrad zu Fall.
Der oder die Mörder überfuhren den Körper des Journalisten, bevor sie
ihn mit mindestens sechs Kugeln erschossen.